Über uns

Alex (Jahrgang 1968): Ich war die vergangenen Jahre als Einkaufsleiterin in der Industrie tätig, was mir immer viel Freude gemacht hat. Zu meinen großen Leidenschaften gehört seit 30 Jahren das Windsurfen. Zum anderen bin ich von jeher gern und viel gereist. So entstand der Wunsch einer Weltreise, auf der man Surfen und die die Neugier auf fremde Länder und Menschen verbinden kann. In der Lebensmitte solch eine Entscheidung zu treffen, ist sicher nicht ganz leicht, wenn man an all die Konsequenzen denkt, die so etwas mit sich bringt. Nicht desto trotz habe ich mich zu dieser Reise entschieden und hoffe, nach dem geplanten Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken zurückzukehren. Gerd (Jahrgang 1947): Ich war die letzten 35 Jahre als Dozent für Sport an der Uni München in der Ausbildung zukünftiger Sportlehrer und im allgemeinen Hochschulsport tätig. Auch im Beruf war es mir immer wichtig, meine Begeisterung für das Windsurfen weiter zu geben. Meine Reiseziele in Verbindung mit dem Surfen haben mich schon in viele Länder gelockt und jetzt gibt es die Gelegenheit, ein Jahr zu Reisen, andere Kulturen zu entdecken und gelegentlich dies auch mit Windsurfen zu verbinden.

Wo wir sein werden

Hier geben wir Euch einen kurzen Überblick, wohin uns unsere Reise führen soll: Unsere Reise beginnt am 06.04.2010 und führt uns zunächst nach Maui. Da wir uns dort vor sechs Jahren kennen gelernt haben, war es uns wichtig, an diesem Ort mit unserer Reise zu beginnen. Von dort aus werden wir in den Südwesten und Norden der USA reisen und diesen entdecken. Nach einem kurzen Zwischenstopp in München wollen wir dann den Süden Afrikas erleben und von Namibia über Botswana bis nach Südafrika fahren. Von Johannesburg aus geht es dann nach Mauritius in die Wellen des Indischen Ozeans. Dann folgen einige Herausforderungen. Auf dem Landweg soll es von Neu Dehli nach Kathmandu gehen und von dort weiter nach Bangkok. Den deutschen Winter möchten wir dann in Australien verbringen, wo wir neben der Westküste zum Surfen auch den Kontinent durchqueren möchten. Über Neuseeland und zum Abschluss zurück über Hawaii, wollen wir dann Ende März 2011 wieder zu Hause sein.

Reiseroute von Alex und Gerd

Reiseroute von Alex und Gerd

Dienstag, 28. Dezember 2010

Australien - Von Geraldton nach Esperance

Nachdem die Wettervorhersage für Geraldton nicht sehr berauschend ist, Regen statt Wind, starten wir doch etwas früher als geplant gen Süden.
Wir fahren diesmal an der Küste entlang auf dem "Indian Ocean Drive", der erst seit kurzem durchgängig ohne 4x4 zu befahren ist. Die Strecke ist sehr schön. In Cervantes machen wir einen Stop und besuchen den "Pinnacles N.P." mit seinen bizarren Felsen in "wüster", sandiger Umgebung. Dann geht es weiter nach Lancelin, wo wir nochmals surfen gehen. Aber das viele Seegras am Strand und der entsprechende "ungute Geruch", sowie die mangelnden Welle gefallen uns nicht, so dass wir nur 2 Tage bleiben. Weiter geht es durch ständig wechselnde Küstenlandschaften bis nach Fremantle, wo wir unsere restlichen Habseligkeiten einsammeln, die wir hier zwischengelagert hatten.
Von Fremantle aus fahren wir dann über Bunbury in die Region um Margaret River. Eigentlich ist hier einer der besten Surfspots in Western Australia, aber leider spielt das Wetter nicht mit. Statt Wind und Sonne gibt's nur Flaute und einsetzenden Nieselregen. So durchqueren wir diese eigentlich wunderschöne Landschaft mit Ihren vielen Weingütern und besichtigen dann (zum Schutz vor dem Regen!) eine der dort gelegenen Tropfsteinhöhlen. Diese Entscheidung erweist sich als goldrichtig. Es ist ein unglaubliches Höhlensystem mit den bizarrsten Kalkformationen, die wir bisher gesehen haben. Immer wieder neue "Fantasielandschaften" zeigen sich einem.
Dann verlassen wir endgültig die Westküste und es geht an der Südküste nach Albany. Die dortigen Granitfelsen mit der "Natural Bridge" und dem "Gap" sind wirklich atemberaubend und lassen erahnen, was im Winter hier an Stürmen toben kann.
In Albany machen wir am Morgen des Heiligabend noch einige Einkäufe und fahren dann durch die "Stirling Range" Gebirgskette nach Esperance, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Wir "feiern" Weihnachten "mit Lachs und Lichterkette" am Campground. Die kommenden 2 Tage können wir die Surfspots um Esperance "testen". Am meisten beeindrucken uns immer wieder die Wasserfarben. Der Sand ist sooo weiß und das Meer ist sooo türkis, man meint in einer Duschgelwerbung zu surfen. Aber auch so zeigen die Plätze, dass sie zurecht zu den besten Spots gehören. Und zu allem "Überfluss" sind maximal 15 Surfer am Wasser.
Am dritten Tag machen wir dann einen Ausflug in den "Cape Le Grand N.P.", wo wir weitere Traumbuchten entdecken. Und das tollste für unser Empfinden ist: Es ist alles ziemlich leer! Keine Hotelburgen, keine A.I. Resorts. Die Strände sind nur gering frequentiert, obwohl sie sicher zu den schönsten Australiens gehören. Aber: Es ist auch ziemlich abgelegen, dieses Esperance. Die nächste "Stadt" mit ca. 10.000 Einwohnern ist 200 km entfernt. Nach Albany, von wo wir kamen sind es knapp 500 km und in Richtung Osten kommen dann erstmal rund 1000 km "Nullabor Plains", also auch Wüste bzw. Buschland mit "Nix" als ein paar Roadhouses für die Versorgung mit "fuel and food" und meist mit einer Übernachtungsmöglichkeit für müde Autofahrer. Wir planen für die "Durchquerung" zwei Tage und wollen morgen früh starten.

Alex & Gerd

Montag, 20. Dezember 2010

Frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr

"Yesterday is history, tomorrow is a mystery, but today is a gift, that's why they call it the present!" (aus "Kung Fu Panda").

In diesem Sinne, möchten wir all unseren Blog-Lesern schöne Weihnachtsfeiertage und ein glückliches neues Jahr wünschen.


Alex & Gerd

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Westaustralien - es geht weiter

Nach einer weiteren Delfinfütterung und dem geplanten Segeltörn, bei dem wir leider nur wenige Seekühe zu sehen bekommen, verlassen wir Monkey Mia und fahren Richtung Süden in den Kalbarri N.P., ca. 160 km nördlich von Geraldton. Wir fahren anderntags entlang der schönen Steilküste, die immer wieder tolle Ausblicke bietet und vorbei am Pink Lake, der wirklich rosafarben ist, zurück nach Geraldton, da die Vorhersage für die nächsten Tage auf Wind hindeutet.
So bleiben wir wieder einige Tage in Geraldton bzw. direkt am Surfspot am Coronation Beach und toben uns aus.
Als die Wetterlage sich ändert und wieder ein paar Tage kein Wind sein soll, brechen wir abermals nach Norden auf. Wir hatten zuvor nicht die Muße, bis hinauf nach Exmouth am Nord-West-Kap von Australien zu fahren und den dortigen Cape Range N.P. sowie das Ningaloo-Reef zu besuchen. Dieses holen wir nun doch noch nach. Und es lohnt sich! Die Küste mit Ihren Wasserfarben alleine ist schon atemberaubend genug. Beim Schnorcheln zeigt sich aber dann die ganze Schönheit diese zweitgrößten Riffes Australiens. Es ist bunt und bunter und es gibt neben vielen kleinen Fischen auch ein paar stattliche Exemplare zu sehen. WIr haben riesiges Glück und bekommen gleich 2x einen Riffhai von ca. 1,00-1,20m Länge zu sehen! Er sieht uns auch und dreht dann aber ziemlich schnell ab! Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher nach Coral Bay. Wieder tolle Wasserfarben und glasklarer Indischer Ozean. Das Innenriff ist dann aber etwas enttäuschend und so fahren wir nach einer weiteren Übernachtung wieder nach Geraldton zurück, da die nächste Windperiode angesagt ist.
Zu diesen "Ausflügen" und dem Autofahren in Australien ist noch anzumerken, dass gerade im Bereich nördlich von Geraldton man zumeist ziemlich alleine auf der Strecke ist. Ab und an kommt ein Roadtrain entgegen oder auch mal ein Camper, aber außer dass ca. alle 100 km ein "Roadhaus" (Tankstelle, Kneipe, Motel und Campinglatz in einem) steht, sieht am außer "viel Gegend" nicht viel. Man rollt mit Tempo 100 so dahin.
Nicht ganz! Gegen Abend beleben sich die Straßen im Outback. Es kommen dann neben Kühen, wahlweise Schafe, Ziegen und gern auch mal ein Känguru aus dem Busch. Davon zeugen dann doch etliche zusammengefahrene Tiere entlang der Strecke, die den Krähen sehr willkommen sind.
Inzwischen sind wir Geraldton schon fast "daheim", wenn Wind ist, gehen wir Surfen und wenn mal keiner ist, kümmern wir uns um den "Alltag", den es auch hier gibt. Mal muss eine Lösung für einen kaputten Boardbag-Zipper gefunden werden oder heute z.B. mussten wir leider eine neue Windschutzscheibe in "unser" Auto einbauen lassen, da ein Steinschlagschaden sich zunehmend vergrößerte. Ärgerlich, aber so etwas bleibt manchmal nicht aus.
In ein paar Tagen, so planen wir, soll es weiter über Perth Richtung Süden gehen, in die Ecke von Margaret River und dann an der Südküste entlang gen Osten.
Alex & Gerd

Sonntag, 28. November 2010

Australien - von Perth gen Norden

Am 06. November landen wir morgens in Perth und übernehmen, wie geplant unseren Camper. Er ist zwar nicht mehr der Neueste, aber immerhin ein VW LT 35 mit ganz langem Radstand, also ein passables Gerät.
Die ersten Tage verbringen wir in Perth bzw. Fremantle, da zwar zeitgleich mit uns unser Seefracht Container mit dem Surfzeug angekommen ist, aber die Entladung, sowie die Zoll- und Quarantaine-Formailtäten noch ein paar Tage in Anspruch nehmen. Im Übrigen eine interessante Erfahrung, so etwas einmal im Ausland abzuwickeln. Schließlich haben wir noch nie mehrere Boardbags verschifft. Aber die Hilfsbereitschaft der Australier ist wirklich bemerkenswert, erst recht, wenn wir ihnen erklären, was wir wie verschifft haben! Die Zwischenzeit verbringen wir mit einer Stadtbesichtugung von Perth, einem Ausflug in einen nahegelegenen Nationalpark und ein wenig Shoppen, um unseren Camper etwas mehr an unserer Bedürnisse anzupassen. Perth und Fremantle und die Küste dort gefallen uns sehr gut. Es ist alles irgendwie so "aufgeräumt und ordentlich"!
Nach 5 Tagen ist dann aber doch alles erledigt und wir starten nach Norden. Erstes Ziel ist Geraldton. Wir haben 3 wirklich gute Surftage in Coronation Beach. Dann surfen wir noch einen Tag in Point Moore in Geraldton und versuchen unser Glück weiter südlich in Green Head.
Die ein paar Tage darauf folgende Flaute verbringen wir in Geraldton und treffen dort überraschenderweise Freunde aus München. Eine schöne Überraschung! Diese sind aber schon auf dem Weg gen Süden; wir hingegen starten am nächsten Tag gen Norden. Ziel Gnaraloo. Das wohl bekannteste Outback der Windsurfer. Es geht nach weiteren 500km nordwärts nach Carnarvon und von dort nochmals 150 km in die "Wüste", davon 70 auf Schotter bzw. Sand! Mit dem LT nicht so ganz ohne, ist so ein "LKW" doch nicht so "offroadtauglich". Versandete Anstiege sind immer wieder spannend!
Wir kommen genau richtig zur einsetzenden "Seabreeze" an und am 4. Tag haben wir dazu auch noch ordentlich Swell. Wellen, die ewig zu laufen scheinen. Das ist es, was einen für die Einöde der Wüste und einen Campingplatz, der außer etwas Süßwasser und Meerblick nicht viel zu bieten hat, entschädigt! Und wir verstehen jetzt, was diesen Surfspot so einzigartig macht. Nach 5 Tagen in der Wüste haben wir bei einsetzender Flaute aber doch genug und fahren die Piste zurück in die Zivilisation.
Wir kommen anderen Tags nach "Monkey Mia", in der Shark Bay an, einem Weltnaturerbe, dem Platz, wo es tatsächlich wild lebende Delfine geben soll, die an den Strand kommen.
Ja, und tatsächlich lohnt sich das frühe Aufstehen. Man darf zwar momentan nicht mit den Delfinen ins Wasser, da eine Kuh vor 11 Tagen ein Junges bekommen hat, aber immerhin dürfen wir beide die Delfine mit einem Hering füttern. Ein schönes Erlebnis, wenn auch anders, als das Schwimmen mit den Tieren auf Mauritius.
Morgen werden wir noch einen Segeltörn in der Sharkbay machen, bei dem wir hoffentlich viel "marine-life" sehen werden und dann soll es weder nach Süden in den "Kalbarri Nationalpark" gehen. Und von dort weiter zurück nach Geraldton.
Alex & Gerd

Freitag, 5. November 2010

Thailand - An der Andamanensee

Zurück in Bangkok planen wir schon wieder, was wir noch so unternehmen können. Thailand ohne Meer, das geht eigentlich nicht....
Also gehen wir ins Reisebüro. Aufgrund der Wetterlage fällt eine Reise in den Golf von Thailand aus, da zur Zeit die Schiffe aufgrund von zuviel Seegang nicht fahren. Daher buchen wir einen Flug nach Krabi am Nordostrand der Andamanensee, also auf der Seite, wo sich auch das Touristenzentrum Phuket befindet.
Den Tag zwischen beiden Reisen verbringen wir dann noch in Bangkok's Chinatown, die zurecht zu den chinesischsten Flecken außerhalb Chinas zählt. Was man hier sieht an Essen und Trinken ist manchmal schon recht "grenzwertig", es gibt wohl nichts in der chinesischen Küche, was man nicht essen kann, möchte man meinen Aber alleine das Treiben und Handeln an allen Ecken ist schon sehenswert. Ebenso die "Straße der Motorenwerkstätten", durch die wir ungewollt auf der Suche nach dem nächsten Fähranleger kommen. Es ist kaum zu glauben, aber hier entstehen aus rostigem Schrott die Motoren der "Longtailboote" oder was auch immer. Es gibt wohl nichts, was zu alt wäre, um es nicht wieder zu verwerten!
Am Dienstag um 8 Uhr geht es dann nach Krabi. Als wir ankommen ahnen wir schon, woher die Überflutungen rühren. Selbst wenn hier nicht alles unter Wasser steht, so hat es wohl die vergangenen Tage ausgiebigst geregnet. Auch jetzt ist es noch wolkenverhangen. Also schlendern wir nur am Strand entlang und schauen, was man bei besserem Wetter so machen könnte.
Am kommenden Tag machen wir dann den ersten Ausflug. Mit dem Longtailboot geht es zum Rai Leh Beach. Diese Halbinsel macht schon mal andeutungsweise klar, wofür die Gegend bekannt ist. Im Meer und auf der Halbinsel stehen eine Vielzahl von dicht bewachsenen Felstürmen. Dies gibt diese ganz eigentümliche Kulisse, die man auf Bildern so oft sieht. Die Gegend ist unter anderen auch bei Sportkletterern sehr beliebt. Der Strand ist feinsandig und fällt seicht ins badewannenwarme Meer ab. Auf der Halbinsel findet sich dann noch eine sehr schöne Höhlenlandschaft und wir verbringen einen entspannten "Tag am Meer".
Am Donnerstag dann können wir dann den Ausflug machen, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Mit dem Speedboot zu einigen der schönsten Inseln der Region. Los geht es mit Bamboo Island, die eigentlich ein Schnorchelparadies sein soll. Aber da der Wind ziemlich stark ist, ist das Meer doch sehr unruhig, was nicht gerade von Vorteil ist.
Danach geht es vorbei an Phi Phi Don nach Phi Phi Le. Hier gibt es tolle fjordartige Einbuchtungen, das Wasser ist glasklar und hat eine sensationelle Farbe. Wir machen einen weiteren Schnorchelstop in einer der Buchten. Es wimmelt von bunten Fischen und schwärmeweise "umzingeln" sie einen.
Dann geht es weiter zur "Maya Bay", wo die Strandszenen von "The Beach" gedreht wurden. Der Platz ist so legendär, dass außer uns ca. 30 andere Boote am Strand liegen und es entsprechend von Menschen wimmelt. Trotzdem ein toller Platz!
Zum Mittag geht es nach Phi Phi Don und dort zum Bummeln auf die "Touri-Meile". Danach folgt noch ein Schnorchelstop an einem weiteren schönen Riff. Auch hier wieder jede Menge "Buntes" aber auch Venusmuscheln, Anemonen nebst Anemonen-Fisch und vieles mehr (Meer). Danach geht es dann leider schon zurück nach Ao Nang, wo wir gestartet sind.
Unser Rückflug am Abend ist dann etwas "verunglückt". Der Flug wird annuliert, was zunächst keiner weiss. Dann kommen wir nach einigem Chaos und mit gehöriger Verspätung mit einer anderen Airline doch noch mit. Diese Umsteigeprozedur hat das Gepäck natürlich nicht geschafft, so dass es uns erst heute früh im Hotel erreicht.
Jetzt ist alles im Lot und heute Abend geht es nach "Down Under", wo wir gespant sind, was wir dort erleben werden.

Alex & Gerd

Thailand - Drei Tage am River Kwae

Am Freitag geht es also per Minibus los auf den "Gruppenausflug". Zunächst steht der Besuch eines "Floating Markets" auf dem Programm. Eigentlich ein "Must" für Bangkok- bzw. Thailand-Besucher. Dieser ist jedoch eher ein Flop, da anstatt der üblichen Lebensmittel überwiegend Souveniers angeboten werden! Am spannendsten sind da noch die ungezählten Garküchen, die diesmal nicht am Straßenrand, sondern auf dem Fluss ihre Gerichte zubereiten und anbieten. "Friteuse auf Kanu", das ist schon recht speziell!
Ein Highlight bietet sich dann in Form eines jungen Elefanten, der zwar "an der Leine" ist, einem aber "aus der Hand frisst". Es ist so nett, wenn der Rüssel ganz vorsichtig nach dem angebotenen Futter tastet!
Danach steht dann die "Brücke am Kwai" nebst Museum auf dem Plan. Nun ja.... wir haben unsere eigene Geschichte in Europa.
Aber, wir "finden" ein paar Meter weiter einen Tierpfleger mit einem 4 Monate alten zahmen Tiger! Der lässt sich problemlos von uns und anderen streicheln. Auch wenn er angeleint ist, ist das schon wieder so etwas ganz spezielles, was wir da erleben.
Nachmittags geht es dann zum "Tiger-Tempel", wo man die Möglichkeit hat, ausgewachsene Tiger zu streicheln und sich mit Ihnen fotografieren zu lassen. Wir sind etwas "enttäuscht", das das ganze doch eine ziemliche Massenveranstaltung ist. Außerdem sind wir nicht ganz sicher, was die Tiere so in der Milch (Erwachsene Tiger und Milch??) bekommen, so ruhig sind sie! Trotzdem ist es toll, diese wunderbaren Tiere so aus der Nähe zu sehen!
Übernachtet wird nach diesem doch netten Tag am Fluss auf einem "Floating Hotel".
Am nächsten Tag steht ein weiteres Highlight an. Wir gehen Baden! Mit Elefanten! Sie spielen mit uns "Rodeo" und "Nassspritzen" und alle sind begeistert. Offensichtlich gefällt das Baden den Tieren auch sehr gut. Danach geht es noch eine Stunde auf den sanften Riesen durch den Dschungel. Unsere Elefantendame ist mit Ihren 35 schon so gesetzt, dass wir uns auch direkt auf Ihren Schädel setzen und "richtig reiten" dürfen.
Der Rest des Tages kann gegen dieses Erlebnis nur noch verlieren, aber das macht nichts! So lassen wir die Floßfahrt auf einem Bambusfloß dösenderweise hinter uns und den Besuch des "Hell's Pass" - ein weiteres trauriges Kapitel aus dem 2. Weltkrieg - sehen wir auch als Wanderung in tropischer Umgebung.
Der letzte Tag bietet dann mit dem Besuch des Erawan Nationalparks noch einmal Natur pur. Wir wandern entlang eines 7-stufigen Wasserfalls durch dichten Dschungel. Von einem Pool zum nächsten und wieder zurück. Die Vegetation ist unglaublich dicht und üppig. Und dann geht es auch schon wieder per Minivan nach Bangkok zurück.

Alex & Gerd

Thailand - Bangkok, Metropole zwischen Tradition und Moderne

Planmäßig am frühen Sonntag Abend landen wir auf Bangkoks noch fast neuem und super-modernem Airport. Alles klappt reibungslos, wir benötigen kein Visum, das Gepäck ist da und auch ein Taxi lässt sich problemlos finden. Super! Was wir erst nach einer Weile merken, ist allerdings, dass der Taxifahrer zwar recht gerne zu den Top 10 der Thai-Hitparade singt, aber sich in Bangkok ofensichtlich nicht allzu gut auskennt!
Selbst die von uns mitgebrachte Wegbeschreibung in Thai hilft da nicht weiter. Das Hotel findet er erst nachdem er auf unser Drängen hin dort anruft und sich erklären lässt, wo er hin fahren muss!! Nun gut, nach knapp 2 Stunden ist auch das erledigt.
In den kommenden Tagen erkunden wir per Boot, per Tuk Tuk und zu Fuß die Sehenswürdigkeiten Bangkoks. Wir sind immer wieder sprachlos ob der Anzahl und der Pracht der Buddhisten-Tempel. Es ist schier unglaublich, mit welchem Aufwand die Verzierungen aus Millionen kleiner Spiegelchen, die zu Mosaiken verarbeitet sind, gemacht wurden. Alles glitzert und glänzt in Gold und den buntesten Farben. Und in jedem Tempel finden sich eine Vielzahl zumeist goldfarbener, meterhoher Buddha-Statuen, überwiegend sitzend, aber auch liegend oder mal stehend. Und dazu Sammlungen von Buddhas aller anderen Größenordnungen, bis hin zu winzig klein.
Besonders beeindruckend sind natürlich der Wat Phra Kaeo mit der berühmten, aber nur 65cm kleinen Statue des "Smaragd-Buddha", der in Wirklichkeit aus Jade ist! Aber auch der große Palast, sowie der Wat Po mit dem riesigen liegenden Buddha lassen einen nur staunen.
Mit den schönsten Blick auf die Stadt haben wir vom Golden Mount und auch vom Wat Arun genießen können.
Das Flair von Bangkok wird geprägt von den starken Kontrasten der tief verwurzelten Buddhistischen Kultur und der Modernität seiner Neubaukomplexe. Dazu dann ein Leben, welches sich anscheinend rund um die Uhr auf der Straße und an den unzähligen Garküchen abspielt. Bangkok ist eine sehr spezielle und mitreißende asiatische Metropole!
Nach ein paar Tagen Sightseeing in der Stadt, wollen wir jedoch hinaus. Aufgrund der Hochwasserlage ist es jedoch nicht so ganz einfach, da sich etliche Ziele entweder gar nicht erreichen lassen oder dann nicht zu besichtigen sind, da die Überschwemmungen alles fluten. Auch in Bangkok selber ist das Hochwasser auf dem Chao Phraya ein Problem, dem man nur mit Sandsäcken und vielen Pumpen begegnen kann.
Dennoch buchen wir einen 3 Tages-Trip in Richtung Westen, Großraum "River Kwae".

Alex & Gerd

Samstag, 23. Oktober 2010

Ein paar Tage Indien

Wir haben uns entschieden, unseren Flug nach Thailand um 2 Tage zu verschieben, um doch noch ein wenig von Indien bzw. der indischen Provinz Sikkim zu sehen. Da in diesem Falle, alles, was wir hätten von Nepal aus voraus buchen können, uns ungerechtfertigt teuer erschien, ziehen wir diesmal komplett auf eigene Faust los, nur mit einem geliehenen "Lonely Planet" ausgestattet.
Wir starten am Montag, den 18.10. mit dem Flieger nach Bhadrapur, ganz im Osten von Nepal nur ca. 30km von der Grenze zu Indien entfernt. Von dort nehmen wir ein Taxi zur Grenze und gleich ein weiteres in die nächste größere Stadt in Indien, Siliguri. Der Taxifahrer entlockt uns, dass unser eigentliches Ziel aber Darjeeling ist. Da er selber die Strecke an diesem Tag nicht mehr fahren will, organisiert er uns seinen jüngeren Bruder. Dieser fährt uns dann in anstrengenden knapp 3 Stunden bis nach Darjeeling hinauf. Die Stadt liegt atemberaubend auf einem Bergrücken in 2.000m Höhe und ist umgeben von den ja bekannten Teefeldern! Die Straße dorthin ist so ziemlich eine einzige Katastrophe. Es geht mehr durch Schlaglöcher als über Teer!
Aber wir erreichen Darjeeling und finden auch gleich ein brauchbares Hotel mitten im Zentrum.
Abends bummeln wir noch etwas über einen Straßenmarkt, das Leben auf der Straße unterscheidet sich nicht so sehr von dem in Nepal, alles wuselt durcheinander, es ist laut und lärmig.
Am nächsten Tag besichtigen wir den buddhistischen Tempel auf dem Observatory Hill, der vor Gebetsfahnen nur so strotzt! Schön anzuschauen.
Mittags machen wir uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel, der Stadt Pelling in West Sikkim, von wo man einen beeindruckenden Blick auf den dritthöchsten Berg der Erde, den Khangchendzonga ("Kantsch") haben soll. Wir nehmen "Sammel-Jeeps". Das ist hier die gängige und einzige Art des Fortkommens in den Bergen. Am "Terminal" herrscht mal wieder Gewusel, Lärm und Hektik. Nach einigem Hin und Her bekommen wir 2 Plätze. Und so starten wir mit 9 Indern und Fahrer nach Sikkim. Für diesen ersten 30km langen Teilabschnitt benötigen wir 2 Stunden! In der Grenzstadt Jorethang müssen wir umsteigen. Leider sind wir zu spät dran, alle Sammeljeeps sind schon weg. Wir überzeugen einen Taxifahrer, uns noch in die Berge nach Pelling zu bringen und wir erreichen diesen Ort tatsächlich noch bei Helligkeit, aber im Regen. Wir finden ein brauchbares Quartier und planen den nächsten Tag.
Morgens um 6 Uhr ist es noch wolkenverhangen, etwas später zeigt sich der "Kantsch" dann aber doch noch!
Vormittags besichtigen wir dann zunächst zu Fuss eines der ältesten Buddhistischen Klöster, das Kloster Pemayangtse und am Nachmittag lassen wir uns von einem Fahrer in die noch abgelegeneren Gebiete der Region fahren. Die Natur hier ist wirklich beeindruckend. Die Täler sind so tief, die Bergflanken extra steil und zu allem Überfluss ist es nicht felsig kahl, sondern mit dichtestem Wald bewachsen. So stellt man sich Dschungel vor! Und immer wieder sind wir erstaunt wo überall noch Dörfer oder Hütten stehen und die Menschen leben. Wir kommen bis zu einem heiligen See und dem dortigen Kloster, wo wir Zeugen eines Buddhistischen Gottesdienstes werden dürfen. Wieder sind wir die einzigen "langnasigen Bleichgesichter"!
Am Donnerstag dann müssen wir uns aber schon wieder auf den Rückweg machen. Wir schaffen es mit einmal Reifenwechsel und zweimal Umsteigen per Sammel-Jeep bis in die Stadt Siliguri, wo wir übernachten wollen.
Die Stadt scheint an "Indischem" alles zu toppen, was wir bisher erlebt haben. Wir versuchen per Taxi zum Hotel zu kommen. Der Fahrer und sein Spezl scheinen gerade den Kinderschuhen entwachsen. Mit Englisch kommen wir nicht wirklich weiter und auch, als wir Ihnen den Namen des Hotel zum Lesen geben, gibt es nur ratlose Blicke.
Wir versuchen noch am Abend das Taxi zur Grenze für den nächsten Morgen zu organisieren. Wir kämpfen uns durch das Chaos und gefühlte 100 Male, die wir angesprochen werden, ob wir nicht etwas kaufen möchten oder wenigstens Geld geben wollen. Wir machen den Deal klar und sind gespannt, ob das dann wohl klappen wird.
Am Freitag Morgen steht dann der Fahrer sogar 10 Minuten zu früh im Hotel!
Wir sind mit ausreichend Zeit am Airport in Bhadrapur, starten mit der wohl üblichen Verspätung nach Kathmandu und sind doch froh wieder im "Basislager" angekommen zu sein und bereiten uns auf den Abflug nach Bangkok vor.
Alex & Gerd

Samstag, 16. Oktober 2010

"Poon-Hill" - 5 Tage Trekking

Pünktlich um viertel nach 7 sind Happy und unser gebuchter Träger "Siri" zur Stelle. Es ist üblich, dass man sich zu einem Guide noch einen oder auch mehrere Träger nimmt. Dies erleichtert es einem selber enorm, da man nur einen Tagesrucksack trägt und zudem sind es Arbeitsplätze in den Trekking-Gebieten. Wir sind aber zugegebenermaßen etwas "erschrocken", als wir die "Halbe Portion" "Siri" sehen, der ja nun unser Hauptgepäck und auch noch seine eigenen Sachen tragen soll. "Nun gut, das ist jetzt halt so", denken wir erstmal.
Wir fahren zunächst mit dem Taxi ca. eineinhalb Stunden in Richtung Berge über einen Pass und auf schlechter, kurviger Straße wieder ins nächste Tal. Auf der Straße kommen uns herdenweise Ziegen entgegen. Auch ein Zeichen des Dasain-Festes. Die Familien opfern bei diesem Fest jeweils mindestens eines oder auch mehrere Tiere.
In der Ortschaft Nayapul geht es dann los. Immer entlang eines Flusses geht es die ersten Stunden mal bergauf, dann wieder bergab. Eine sehr idyllische Landschaft. Es ist hochsommerlich heiß. Wir merken schnell, dass Siri doch nicht so "schmächtig" ist, wie wir meinten. Er läuft geradezu den Berg hinauf! Überhaupt sind wir immer wieder beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit die Menschen hier, selbst schwerste Lasten auf dem Rücken die Berge hinauftragen. Mittags machen wir Rast im kleinen Dorf und dann kommt die "Hölle von Tag 1". Es geht über 500 Höhenmeter steil bergauf. Insgesamt über 3.280 Steinstufen, die richtig steil und hoch sind. Nach rund 6 Stunden Gesamt-Gehzeit erreichen wir nachmittags aber dann doch das Dorf Ulleri, wo wir übernachten. Abends gewittert es heftig, der Strom fällt gleich mal aus und so verkriechen wir uns todmüde ziemlich früh ins Bett.
Am kommenden Morgen ist es klar und sonnig! Und wir sehen erstmals den South Annapurna aus der Nähe!
Weiter geht es mehr oder weniger stetig bergauf, wenn auch nicht mehr so steil, wie am Vortag. Wir machen Rast bei einer Lodge mit schönem Bauerngarten (die haben ja die gleichen Blumen, wie wir daheim, nur sind wir schon auf 2.600m Höhe!) und tollem Blick auf den Machhapuchhre (Fishtail). Dann geht es noch ca. eineinhalb Stunden weiter bis nach Ghorepani auf fast 2.900 m Höhe. Wir beziehen unser Zimmer und vertreiben uns den Nachmittag in dem Dorf, welches eigentlich nur für die Trekkingtouristen erbaut wurde! Es ist frisch auf dieser Höhe. Aber: Es ist hier noch so richtig grün. Es gibt hier in der Region die größten Rhododendren-Wälder der Welt! Wir haben gar nicht gewußt, dass Rhododendren als Bäume wachsen können. Das muss im Frühjahr sicher traumhaft aussehen, wenn sie blühen. Abends heißt es wieder früh schlafen (versuchen), denn am Mittwoch ist der "Poon-Hill" zum Sonnenaufgang dran.
Daher stehen wir bereits um halb fünf wieder auf und "stolpern", noch ziemlich verschlafen, den Berg hinauf. Mit uns allerdings auch ca. 200!! andere Trekker. Es ist wohl doch eine beliebte Tour!
Aber: Der Sonnenaufgang und der grandiose Blick auf Dhaulagiri, Annapurna-Massiv entschädigen und sind Erklärung für den Andrang zugleich! Es ist umwerfend schön und beeindruckend! Lediglich die Kälte und der Hunger treiben und gegen 7 Uhr wieder runter zu heißer Dusche und Frühstück.
Und dann geht es eigentlich auch schon dem Abstieg entgegen, der zwar mit einigen Anstiegen gesegnet ist, uns aber am Nachmittag immerhin auf 2.600 m in das Dorf Tadapani bringt, wo wir abermals übernachten. Der Weg ist immer wieder mit den schönsten Ausblicken gesegnet, Dhaulagiri, Annapurna und dann wieder Fishtail und immer aus anderen Blickwinkeln. Am vierten Tag der Tour haben wir dann viele Höhenmeter zu vernichtet. Aber auch hier erleben wir bis mittags noch sehr viele schöne Blicke auf diese Bergriesen! Dann in den Höhen unter 2.000 m wird die Gegend wieder lieblich und vor allem landwirtschaftlich genutzt, mit wunderschönen Reisterrassen. Wir erreichen unsere letzte Übernachtungsstätte. Einem Scherz haben wir dann zu verdanken, dass wir Zeuge einer Ziegenschlachtung nach altem Brauch werden dürfen. Wir erwähnen nur "Goat-Curry" und schon holt der Wirt ein Tier, welches unser Träger Siri brutal, aber fachgerecht die Ziege mit dem "Kukuri"-Schwert köpft und zerlegt - so, wie es eben jetzt überall aus Opferzwecken traditionell im Rahmen des Dasain-Festes geschieht. So kommen wir dann auch nicht darum herum, abends "Goat-Curry" zu essen. Sicher nicht Jedermanns Sache, aber kneifen geht dann halt auch nicht!
Am Freitag regnet es dann in der früh - erstmalig, wir hatten sonst nur Sonne und nachmittags die üblichen Quellwolken - und wir sind froh, dass wir nur noch zwei Stunden zu gehen haben. Zurück am Ausgangspunkt in Nayapul holt uns wieder ein Taxi ab und bringt uns nach Pokhara zurück.
Fazit: Es war teilweise ganz schön anstrengend, aber die wirklich beeindruckende Natur, die vielen, kleinen Dörfer, und vor allem auch die Menschen, die hier leben, sind es unbedingt wert, in Nepal zu Trekken. Auch wenn man doch ziemliche Abstriche in Sachen Unterkunft in Kauf nehmen muss - eigener Schlafsack ist Gold wert.
Zurück in Pokhara fällt uns plötzlich auf, dass wir knapp 5 Tage keinen Autolärm und kein Hupen gehört haben. Dafür haben wir jede Menge Ziegen und Mulis gerochen und Hähne gehört!
Denn Rest des Tages verbringen wir am Phewa Lake entlang radelnd und durch den Ort schlendernd und essen mal wieder europäisch! Erstaunlich gute Pizza! Fast wie in Italien!
Heute früh um 9 Uhr ging dann unser FLUG nach Kathmandu zurück. Leider spielt das Wetter uns einen Streich hinsichtlich des erhofften Blickes auf den Himalaja, es ist wolkenverhangen und jetzt gerade nieselt es in Kathmandu! Aber trotzdem war es deutlich schneller und bequemer in der 30sitzigen Propellermaschine, als im Bus! Und Fliegen in Nepal ist scho auch ein Erlebnis für sich!
Jetzt sind wir wieder in unserem "Basislager" Hotel Potala und planen die letzte Woche Nepal, oder evtl. auch Sikkim. Heute Abend wissen wir mehr und werden dann berichten!

Alex & Gerd

Von Kathmandu nach Pokhara

Wir haben beschlossen, diese Strecke von 250km zumindest in eine Richtung mit dem Bus zurückzulegen, da wir uns erhoffen, so etwas mehr vom Land zu sehen. Und da die Fahrt "nur" 6-7 Std. dauern soll, erscheint es uns machbar.
Am Samstag (09.10.) starten wir also um 6.30 Uhr vom Hotel mit unseren Rucksäcken zum "Busbahnhof". Dort ist schon "die Hölle" los. Ca. 15 Busse und das min. 50ig-fache an Menschen wuseln durcheinander. Dazu kommen unzählige Verkäufer, die alles haben, vom Wasser bis zur Tageszeitung.
Wir finden, einem Guide sei Dank, den richtigen Bus ziemlich schnell. Wohlweislich hatten wir uns für die "luxuriösere" Variante "Touristenbus" entschieden. Diese hat den Vorteil, dass nur so viele Fahrgäste, wie Sitzplätze vorhanden sind, mitreisen dürfen. Bei den Bussen, die die Einheimischen überwiegend nutzen, ist das nicht so und so sieht man allerorten Fahrgäste auf Busdächern reisen! Aber man gewöhnt sich daran!
Das Qualitätssiegel "Touristenbus" sagt allerdings nichts über den technischen Zustand dieser Gefährte aus, und so sind wir ganz froh, in der ersten Reihe am Ausgang sitzen zu können!
Es geht dann tatsächlich ziemlich pünktlich los. Aber im dichten Verkehr von Kathmandu kommen wir ewig nicht aus der Stadt raus. Als der Fahrer sich dann noch an einer Tankstelle in die Reihe von wartenden Reisebussen an der einzigen Zapfsäule einreiht, wird uns klar, dass der Zeitplan vielleicht nicht so wie geplant eingehalten werden kann.
Weiter geht es. Nach ca. 30 Minuten sind wir aus der Stadt raus und der erste gröbere Verkehrsstau liegt vor uns. Der Grund ist einfach viel Verkehr und eine Straße (Highway genannt!), die so eng ist, dass an vielen Stellen immer nur ein Fahrzeug passieren kann. Hier lassen wir dann wohl eine weitere halbe bis ganze Stunde liegen.
Dann geht es "gemütlich" mit ca. Tempo 30 - 50 weiter.
Der viele Verkehr hat - so erfahren wir von Mitreisenden Nepalesen - seinen Grund: Das "Dasein-Fest", das größte, längste und aufwändigste Fest Nepals beginnt. Es wird 10 Tage dauern.
Gegen 11 Uhr wird eine der zwei geplanten Stopps eingelegt, den die "Crew" zum Wechsel eines Hinterrades nutzt! Zum Glück hat der Bus ja Zwillingsbereifung, also kein Grund zur Sorge!
Um halb eins erreichen wir dann das nächste Nadelöhr, eine Brücke ist einspurig und zusätzlich ist jeweils nur ein Fahrzeug auf ihr zugelassen. Also stellen wir uns an und warten. Wir und andere Mitreisende nutzen die Zwangspause, um sich ein wenig die Füße zu vertreten. Aber es kostet uns am Ende eine weitere Stunde. Es sei noch angemerkt, dass der Bus natürlich KEINE Klimaanlage hat und es ca. 33 Grad hat mit schönstem Sonnenschein!
Wir fangen an, uns zu fragen, wie wir den Rückweg von Pokhara nach Kathmandu bestreiten wollen. Vielleicht ist ein Flug doch eine gute Alternative!
Nach einer weiteren geplanten Pause geht es dann aber ohne Zwischenfälle bis nach Pokhara, welches wir um halb sechs Uhr abends erreichen!
Gesehen haben wir wirklich eine Menge auf der Fahrt, es war ja schließlich reichlich Zeit!
Wir klettern aus dem Bus und unser gebuchter Mountain- Guide "Happy" wartet schon seit 4 Std. im Regen auf uns! Wir werden in das vorausgebuchte Hotel gebracht und lassen den Tag mit einem "Thali" (das ist die Luxus-Variante des Nationalgerichts "Dal Bhat" - Reis mit Linsen, erweitert um Curry, Spinat und was gerade so da ist, aber immer sehr lecker) ausklingen.
Am Sonntag früh kommt unser Guide "Happy" ins Hotel, um Details für die geplante 5-tägige "Poon-Hill-Trekking-Tour" zu besprechen. Clever, wie er ist, "verkauft" er uns auch für den heutigen Tag noch eine mehrstündige Wanderung zu einigen netten Aussichtspunkten. Er erzählt uns einiges über seine Heimat und es scheint, als haben wir einen ganz guten Fang gemacht. Wir kommen wieder durch viele kleine Dörfer, in denen die Zeit wohl einfach stehengeblieben ist. Hohe Berge sehen wir nicht, da diese leider wolkenverhangen sind.
Am Abend schauen wir uns noch etwas in Pokhara um und erstehen die letzen, hoffentlich nützlichen Dinge für den Trip in die Berge.

Alex & Gerd

Freitag, 8. Oktober 2010

Nepal - Kathmandu und das Kathmandu-Tal

In Kathmandu gelandet klappt es mit Visum und Transfer in das für zwei Nächte gebuchte Hotel problemlos. Wir checken ein und machen uns gleich mal auf in das Getümmel des Touristen-Stadtteiles "Thamel", in dem auch unser Hotel liegt.
Vorneweg: Kathmandu toppt alles, was wir in erlebt haben in Sachen "Chaos auf den Straßen" um ein Vielfaches. Es herrscht ein einziges Gewusel von Menschen, Mopeds, PKW's, Bussen, LKW's und Fahrradrikschas. Alles scheint komplett durcheinander zu fahren und zu laufen, Bürgersteige oder sonstige Verkehrsregeln gibt es nicht. Man fährt und hupt und das muss genügen. Man mag es nicht glauben, aber irgendwie scheint es mehr oder weniger zu funktionieren. Naja, entsprechend schleppend ist das Fortkommen auf Kathmandu's Straßen! Und über die Qualität der Luft in dieser Stadt mögen wir gar nicht nachdenken.
Thamel ist wohl DER Anlaufpunkt aller Touristen, egal ob Trekker oder Kulturreisende. Daher ist hier die Dichte an Shops, Hotels und Restaurants entsprechend hoch. Wir sind hochgradig gefährdet, ob der Preise für echte oder gefakte Outdoorklamotten, in einen Kaufrausch zu verfallen, beherrschen uns aber in Anbetracht der Gepäcksituation zunächst noch.
Am nächsten Tag machen wir uns zu Fuß auf in Richtung Altstadt, mit dem "Durbar Square", dem Königspalast und den vielen Hindu-Tempeln. Es erstaunt uns, dass der Glaube hier doch so stark ins tägliche Leben integriert ist.
Vom Durbar Square fahren wir mit einer Fahrradrikscha in Richtung "Affentempel". Wir wissen nicht, was uns mehr zusagt: Wenn der kleine nepalesische Fahrer sich den Berg hinauf plagt oder wenn es mit wenig vertrauenswürdigen Bremsen den Berg hinunter geht. Der buddhistische Tempel "Swayambhu" liegt 300 Stufen hoch auf einem Hügel über der Stadt. Sehr schön dort oben sowohl die Tempelanlage selber, als auch der Blick auf die Stadt und die Umgebung.
Nach dem Abstieg fahren wir noch mit dem Taxi nach Patan, das eigentlich schon mit Kathmandu zusammengewachsen ist und schauen uns den dortigen Durbar Square an. Hier ist es weniger überlaufen als in Kathmandu, was angenehm ist.
Wir lassen den Tag auf der Restaurantterrasse unseres Hotels ausklingen.
Am nächsten Tag brechen wir mit einem Fahrer auf ins Kathmandu-Tal. Zunächst schauen wir uns das historische Bhaktapur an. Die alten Gebäude sind z.T. sehr schön restauriert und es lässt sich die ehemalige Pracht noch gut nachvollziehen. Wir schlendern auch hier alles ab. Besonders angetan hat es uns der "Pottery-Square" wo heute noch jede Menge Tongefäße nach alter Tradition hergestellt werden.
Nachmittags geht es weiter nach Nagarkot. Von diesem Bergdorf aus wollen wir endlich "Berge - hohe Berge" sehen. Die Aussicht vom Hotel ist bestens. Leider spielt das Wetter nur zu 90% mit, aber wir haben am nächsten Morgen erstmals den Blick auf die Langtang Kette! Sind die hoch! Und dabei sind wir ja schon auf über 2.000 m Höhe. Wir wandern noch zum Tempel "Changu Nayaran" und fahren mit dem Bus nach Bhaktapur zurück, wo wir unseren Fahrer treffen.
Um noch eine Chance auf Bergblick zu haben, fahren wir weiter nach Dhulikhel. Auch von hier könnten wir den Himalaja sehen. Wir steigen am folgenden Morgen bereits um 6 Uhr auf den Aussichtshügel, aber leider umhüllen uns die Wolken.
Zurück in unserem "Basislager" in Kathmandu planen wir nun gerade unseren ca. 1-wöchigen Trip nach Pokhara und in dessen Umgebung, der morgen starten soll.
Gerd und Alex, 08.10.2010

33 Stunden Indien

Entgegen unserer Ursprungsplanung haben wir aufgrund der in Dehli stattfindenden Commonwealth Games und der daraus resultierenden Sicherheitssituation, unseren Plan auf dem Landweg von Dehli nach Nepal zu reisen, verworfen. Über Dehli reisen wir dennoch, da der Flug ja bereits gebucht war.
Wir kommen am 3. Oktober um 4 Uhr morgens auf dem Indira Ghandi Airport an und unser gebuchter Transfer zum ebenfalls gebuchten Hotel ist leider nicht auffindbar. Also machen wir uns auf zu einem Taxistand, wo wir eine gefühlte Ewigkeit warten, um eine "Pre-Paid-Taxi" zu bekommen. Dieses Warten erspart aber später Diskussionen um den Fahrpreis.
Also dann auf durch das nächtliche, schwül-heiße Dehli. Wir haben keine Ahnung wo wir hin fahren, aber nach einigem Nachfragen findet der "Taxler" dann doch das gesuchte, eher bescheidene Hotel.
Wir checken ein und fallen um ca. 6 Uhr todmüde ins Bett. Leider erwacht um diese Zeit Dehli zum Leben, welches sich in erster Linie durch lautstarkes Hupen, lautstarke Unterhaltungen und sonstigen Lärm zeigt.
Also nichts mit Schlafen. Daher beschließen wir, den Tag möglichst gut zu nutzen und chartern einen Taxifahrer, der uns zu allen Hauptsehenswürdigkeiten chauffieren wird. Das klappt sehr gut, er wartet immer geduldig, damit wir alles in Ruhe ansehen können. Aufgrund der Commonwealth Games sind zwar etliche Straßen und auch einige Sehenswürdigkeiten nicht zu besuchen, dennoch hat es sich voll gelohnt. Wir stellen erstaunt fest, dass Dehli sehr weitläufig ist und die alten Tempelanlagen allesamt in schönen, grünen Parkanlagen liegen. Insgesamt sieht es zudem so aus, als ob man sich eben wegen der Spiele besonders viel Mühe mit Sauberkeit und der Anlage neuer Straßen gegeben hat. Dies heißt aber dennoch nicht, dass es die "Schmuddel-Viertel" nun nicht mehr gibt.
Abends suchen wir ziemlich geschafft noch das einig offene Lokal in der Nähe des Hotels auf, da auch hier aufgrund der Eröffnung der Spiele, so ziemlich alles geschlossen ist.
Für den Montag dann hatten wir schon von Mauritius aus einen Flug mit Jet Air nach Kathmandu gebucht und so starten wir mittags nach Nepal.
Gerd und Alex, 08.10.2010

Montag, 4. Oktober 2010

5 Wochen Mauritius

Nachdem wir Afrika "durchquert" haben, wollen wir nun auf Mauritius wieder unserer Windsurfleidenschaft froenen.
Nach unserer Ankunft heisst es aber erst einmal, unser Surfgepaeck, welches ja von Muenchen mit Luftfracht hierher kommen sollte, zu bekommen. Dies stellt uns auf eine harte Geduldsprobe. Das Zeug liegt im Zoll, man benoetigt einen Agenten und es ist Samstag und es wird nur bis Mittag beim Zoll gearbeitet....wir zweifeln daran, dass das irgendwie klappen kann. Ansonsten muessten wir am Montag wieder die eineinhalb Stunden zum Airport fahren, was natuerlich nicht so toll finden.
Der Agent haengt sich ins Zeug, telefoniert, rennt von A nach B und zurueck, verlangt von uns Dokumente, Erklaerungen etc., rennt wieder, telefoiert wieder....Aber, buchstaeblich um 5 vor 12 koennen wir die vm Zoll inspizierten und frei gegebenen Boardbags auf dem Pick Up laden.
Die ersten Tage haben wir guten Wind und ein paar Wellen, so dass wir uns endlich wieder nach der vielen Fahrerei in Afrika austoben koennen.
Gleich in der ersten Woche goennen wir uns dann auch schon einen Ausflug zu den Delfinen. Es geht um 6 Uhr frueh los, mit dem Motorboot zu einem Platz, wo sie am Morgen anzutreffen sind. Der Sprung ins Wasser um 7 Uhr morgens ist hart. Aber wir werden belohnt. Es ist eine ganz eigene Erfahrung mit diesen eleganten und so freundlich dreinblickenden Meeresbewohnern im Wasser zu sein. Man ist Ihnen teilweise so nahe, dass man sie beruehren koentte. Wir snd so begeistert, dass wir diesen Auflug sogar noch ein weiteres Mal machen.
In der Folge unserer Zeit auf Mauritius leasst uns der Wind leider etwas im Stich, trotzdem ist es am Starnd einfach sehr entspannt.
Da wir Mauritius nicht zum ersten mal bereisen, verzichten wir darauf, uns mit viel ansrengeder Fahrerei zu stressen und machen lediglich einen Ausflug an die Nord- und Nordostkueste. Allerdings gefaellt uns nach wie vor der Suedwesten um das Dorf "La Gaulette", wo die meisten Surfer wohnen am besten.
Neue Erfahrungen sammeln wir im Punkto "Abendessen". Es gibt ein paar Einheimische, die sich damit kleines Geld verdienen, die Urlauber abends mit vorbereiteten lokalen Speisen oder auch mit einem Barbeque auf der eigenen Terrasse zu verkoestigen. Dies ist ausgesprochen nett und immer sehr lecker. Und es spart das selber Kochen, da die Restaurantauswahl in La Gaulette doch begrenzt ist.
Gegen Ende unserer Zeit zeigt sich Mauritius nochmals von seiner besten Seite mit Wind und Wellen.
Und wir bekommen offenschtlich auch unser Transportproblem - unser Windsurfzeug soll mit Seefracht nach Australien - in den Griff. Mit Hilfe des Agenten, der bei der Ankunft taetig war, vielen Emails und etlichen Telefonaten, koennen wir am letzten Tag unsere Boardbags in die Haupt- und Hafenstadt Port Louis in den Freihafen bringen, von wo sie am 10.10. auf's Schiff nach Perth gehen sollen. Hoffen wir mal, dass wir die Sachen je wieder sehen!
Die 5 Wochen auf Mauritius sind schnell vergangen. Wir haben es genossen, wieder eine feste Bleibe gehabt zu haben und machen uns am 02. Oktober auf den Weg nach Asien.

Alex und Gerd

Dienstag, 14. September 2010

Von Südafrika nach Mauritius

Nachdem wir den Kruger N.P. verlassen haben, fahren wir gemütlich in 2 Tagesetappen zu Gerd's Arbeitskollegen Heiner, der in der Nähe von Bela Bela auf einer Farm lebt. Durch Zufall kommen am ersten Abend sein Sohn und 4 Studienkollegen aus München an. Wir verbringen die nächsten Tage mit Relaxen, Boule spielen und Baden gehen im Thermalbad von Bela Bela. Alles in allem eine sehr schöne Zeit, gekrönt durch die Geburt von 7 - 9 !!! Hundewelpen, die "Deutsch Kurzhaar Ronja" zwar offensichtlich nicht mit ihrem "Partner" "Ringo" gezeugt hat, die aber absolut süß sind. Von dort fahren wir nach 4 Tagen nach Jo' burg, wo wir den Camper zurückgeben, im gleichen Hotel wie bei der Ankunft übernachten und am 27. August nach Mauritius fliegen.
Alex & Gerd 14.09.2010

Montag, 6. September 2010

Von Botswana nach Südafrika und in den Kruger N.P.

Nach unserem schönen Ausflug ins Okawango-Delta und einem abschließenden gediegenen Abendessen in der Lodge in Maun starten wir anderntags nach einem Großeinkauf in Richtung Osten. Die kürzeste und uns als durchgehend geteerte Straße beschriebene, ist leider auf ca. 50km wieder mal Schotter, aber dann geht es dahin auf einsamer Teerpiste. Mal sehen wir ein Auto ,meist aber nur Rinder oder auch mal ein Esel-Gespann. Wir übernachten nochmals kurz vor der nächsten größeren Stadt Serowe in einem privaten Nashorn Park, lassen aber aufgrund der frischen Temperaturen eine Fahrt im offenen Jeep durch den Park aus. Weiter geht es über die Grenze nach Südafrika zurück. Kleine Anekdote am Rande: Aufgrund der in Botswana immer noch vorkommenden "Maul- und Klauenseuche" muss man immer wieder Kontrollposten passieren, an denen man mit den Füßen über ein "Desinfektionskissen" und mit dem Auto durch ein "Desinfektionsbad" fahren muss. Beim ersten mal, glaubte ich, zu Fuß mit meinen Flip Flops durch das ca. 25 cm tiefe Auto-Bad waten zu müssen und bekam eine "mittlere Krise"....! Nun gut, man macht Erfahrungen!
In Südafrika wandelt sich die Natur, es wir bergig und viel grüner, sprich fruchtbarer. Wir erreichen mit einer Zwischenübernachtung in der WM-Stadt Palokwarne den Osteingang des Kruger N.P.'s in Palaborwa. Böses Erwachen!! Leider geht im Park ohne Reservierung gar nichts. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als morgens in den Park und abends wieder raus zu fahren. Trotzdem haben wir zwei schöne Tage mit vielen Begegnungen und einer "Super-Session" an einem Ansitz, wo man aussteigen darf und Tiere direkt beobachten kann. Zudem begegnet uns eine Gruppe "Baboons", also Paviane, die Ihre Jungen dabei haben und nicht besonders scheu sind.
Da wir hoffen im Süden vom Park doch noch unterzukommen, fahren wir dann entlang des "Blyde River Canyon" Richtung Süden. Dar Canyon ist schön, mit diversen Pools, aber jetzt im Winter hat er zu wenig Wasser für spannende Aktivitäten, wie Rafting oder Canyoning. Also genießen wir die Optik und fahren bei Hazyview wieder in den Kruger Park. Und dort gibt es gute Nachrichten. Wir können insgesamt 3 Nächte im Park campen, was wir dann auch tun.
Wir fahren mit dem Auto entlang der verschiedensten Routen. Leider müssen wir feststellen, dass es im Park an diversen Stellen immer wieder Buschbrände gibt. Diese seien gewünscht, so hören wir. Dennoch vertreiben sie logischerweise die Tiere. Am Camground-eigenen Wasserloch haben wir dann noch eine nette Hippo-Rhino-Begegnung und beschließen doch noch eine "Morning-Safari" zu buchen. Leider ist diese tiermäßig ein Flop, außer ein paar Elefanten in einiger Entfernung und einiger Antilopen, ist der Sonnenaufgang, mit dem auch die Wärme kommt, das schönste an diesem frühen Morgen.
Trotz der vergleichsweise wenigen Tiere beeindruckt uns der Kruger N.P. durch die Kombination aus Landschaft und Tieren, die wir so bisher noch nicht kennengelernt haben.

Gerd & Alex 06.09.2010

Samstag, 4. September 2010

Südliches Afrika - Botswana und Simbabwe

Vom Etosha Park starten wir in Richtung Caprivi-Zipfel, den wir nach 2 Tagen erreichen. Auffällig ist, dass die Dörfer, je weiter wir in Richtung Caprivi gelangen, zunehmend nur noch aus Lehmhüten mit Strohdächern bestehen. Stromleitungen, oder auch fließend Wasser sucht man hier vergeblich. Wir sind erstaunt, denn das hatten wir eigentlich gar nicht erwartet. Die Bewohner vom Stamm der "San" leben überwiegend noch in ausgesprochen einfachen Verhältnissen.
Der Caprivistreifen selber enttäuscht uns, da das Land überwiegend verbrannt ist und man daher auch keine Tiere sieht. Doch unvergessen bleiben die afrikanischen Sonnenuntergänge, wie jener am Sambesi-Fluss, wo wir direkt am Fluss übernachten.
Wir passieren die Grenze zu Botswana und erreichen den Chobe Nationalpark, der für seine vielen Elefanten bekannt ist, aber auch Löwen und (neu) Hippos und Crocs beheimatet. Wir buchen gleich einmal eine Chobe-Flussfahrt. Diese wird ein weiteres Highlight, da wir hier eine Vielzahl Elefanten und auch jede Menge Krokodile, sowie erstmals auch Büffel sowie Marabus sehen können. Das Ganze entspannt vom Boot aus betrachten zu können ist ausgesprochen schön.
Ebenso beeindruckend wird auch die morgendliche Frühsafari mit Guide, für die sich das Aufstehen vor Sonnenaufgang absolut gelohnt hat. Wir treffen unter anderen einige Hippos an Land und eine Gruppe von fünf Löwen, die wir aus nächster Nähe beobachten können. Wir sind wieder einmal schwer begeistert, was sich uns alles bietet.
Vom Chobe N.P. aus unternehmen wir anderen Tags einen Ausflug nach Simbabwe zu den Victoria Fällen. Kuriosum am Rande: Wir, als Deutsche, zahlen an der Grenze je 30 US$ Visumgebühr. Mitreisende Kanadier (oder auch Amerikaner oder Engländer, wie man uns berichtet) zahlen pro Person doch glatt 75 US$!
Die Victoria-Fälle rauben uns den Atem. Die Luft im Besucherpark auf der gegenüberliegenden Seite der Fälle ist von Gischt erfüllt. Wir werden trotz Regencape klatschnass. Aber das Spektakel ist so umwerfend, dass wir den Weg zum letzten Aussichtspunkt noch ein zweites Mal gehen. Die Sonne trocknet alles. Diese Wasserfälle sind wahrlich eines der Weltwunder!
Anderntags starten wir vom Chobe Park aus auf der Teerstraße in Richtung Okavango-Delta. Da unser Camper kein 4x4 ist, können wir nicht durch den Park direkt nach Maun fahren, sondern müssen in zwei Tagesetappen auf insgesamt 600km schnurgerader Teerstraße dorthin fahren. Die Eintönigkeit wird lediglich durch die immer wiederkehrende Anwesenheit von wahlweise Rinderherden, Ziegen oder auch mal Zebras auf der Fahrbahn aufgelockert.
Wir erreichen dennoch Maun, die "Hauptstadt" und Ausgangspunkt aller Unternehmungen am Okawango Delta.
Da wir nicht so lange bleiben wollen und nicht unglaubliche Summen für eine Safari in eine Luxus-Lodge mitten im Delta ausgeben wollen, entscheiden wir uns für einen Trip mit einem "Mokoro" ins Delta. Ein "Mokoro" ist eine Art Einbaum, der wie eine venezianische Gondel durchs Wasser "gestakt" wird. Es ist im Delta auch heute noch das Fortbewegungsmittel der Einheimischen.
Wir fahren dazu ca. zwei Stunden auf Sandpisten und mehrmals auch durch durchaus tiefe "Gewässer" ins Delta. An sich schon aufregend genug! Aber dann sitzen wir im Mokoro. Die "Boote" sind aus Naturholz und trotz Stroh als Sitzunterlage nur begrenzt dicht! Außerdem hat man ständig das Gefühl, dass das Ding gleich umkippen wird! Trotzdem ist es nach einer Eingewöhnungsviertelstunde ein tolles Gefühl so langsam und lautlos durch die Flusslandschaft zu gleiten.
Auf einem "Bush-Walk" sehen wir dann noch ein paar Giraffen, Zebras und Hippos und lassen uns dann zurück "schippern".
Nach diesen tollen Tag am Okavango beschließen wir, uns in Richtung Südafrika aufzumachen, denn wir haben noch ein großes Ziel, den Kruger Nationalpark.

Alex und Gerd

Montag, 30. August 2010

Quer durch das südliche Afrika

Am 23.Juli sind wir zum 2. Teil unserer Reise gestartet und von München über Johannesburg nach Windhoek in Namibia geflogen, wo wir am 26. Juli unseren "Bobo" Camper übernehmen. Wir sind zunächst etwas enttäuscht, da das Fahrzeug doch deutlich kleiner und älter ist, als erwartet. Aber, "was hilft's", wir starten noch am gleichen Tag in Richtung Süden, wir wollen nach "Soussousvlei" zu den Sanddünen der Namib. Am zweiten Tag erwartet uns eine "Schotter-Tortour", 260 km "feinste" Pisten mit Nichts als Staub, Hitze und nochmals Staub! Wir kommen ziemlich kaputt in Sesriem an und freuen uns über eine warme, saubere Dusche!
Am nächsten Morgen geht es mit Sonnenaufgang zu den Dünen, die ein beeindruckendes Farbschauspiel bieten. Wir wandern im Sand zum "Hidden Vlei" einer in der Regenzeit überfluteten, aber jetzt trockenen, Wanne mit vielen abgestorbenen, bizarr aussehenden Bäumen und natürlich auf die berühmte "Düne 45" und laufen im heißen Sand hinunter.
Von den Dünen geht es dann quer durch die Namib über weitere 300 km Schotter bis an die Küste nach Walvis Bay und weiter nach Swakopmund, die "deutsche Stadt" in Namibia, mit der "Hansa Bäckerei" und etlichen deutschen Metzgereien und Lokalen.
Unser Ziel ist jedoch der Etosha Nationalpark im Norden Namibias, den wir schließlich am Samstag, den 31. Juli erreichen. Seit Walvis Bay ist die "Straßenlage" auch deutlich verbessert, Teer!
Wir haben Glück und finden ohne Voranmeldung für 2 Nächte Campgrounds im Park. Schon beim Hineinfahren in den Park zeigt sich, wofür er berühmt ist. Wir sehen gleich ein mal jede Menge verschiedenster Antilopen und Zebras. Wir sind schon mal ziemlich begeistert. Aber es soll noch besser kommen. Am Nachmittag machen wir eine Runde mit dem Auto im Park (Aussteigen ist aus gutem Grunde untersagt) und sehen an einem der Wasserlöcher dann tatsächlich unzählige Antilopen, Zebras und Giraffen! Und auch gleich noch 8 Löwen! Diese machen sich Ihre Späße mit den kleinen Antilopen und den Sekretärvögeln, die sie zum Spaß ein wenig jagen! Wir sind sprachlos, sitzen im Auto und staunen!
Am Abend, am Campground-eigenen Wasserloch, dann das nächste Highlight. Es kommen erst Antilopen, dann Zebras und Giraffen zum Trinken. Und dann kommt aus dem Busch eine Elefanten Horde mit allem, was dazu gehört. Mütter, jugendliche Raufbolde und auch die Kinder-Eles sind dabei. Wir sind hin und weg. Wir hatten nicht zu hoffen gewagt, dass wir in so kurzer Zeit so viele Tiere aus so geringer Distanz würden sehen werden! Es ist einmalig, so meinen wir...
Die nächsten zwei Tage verbringen wir fahrenderweise im Etosha-Park. Wir sehen immer wieder Giraffen, verschiedenste Antilopen, Zebras, mal ein paar Strauße etc.. Dann am 2. Tag sogar, allerdings aus der Distanz, einen Leoparden. Das ist sehr selten, denn sie sind eher mal im Baum als am Boden und nur schwer auszumachen. Zudem gibt es eher wenige. Also wieder einmal Glück!
Am Abend dann wieder ein Wasserloch am nächsten Campground. Und es kommt: Erst ein Nashorn und dann noch eines! Wir sind wieder beeindruckt! Diese "Urviecher"! Und dann wieder jede Menge Elefanten, 30 Stück mindestens.
Der Etosha-Park hat uns also schon mal ausgesprochen viel geboten und wir verlassen in in Richtung Nordwesten, wir wollen durch den Caprivi-Zipfel zum Zambesi River und dann weiter nach Botswana!

Alex & Gerd

Montag, 12. Juli 2010

USA - wie es weiter ging

Es ist jetzt 4 Wochen her, dass wir uns zuletzt gemeldet haben und inzwischen sind wir zu einem Zwischenstopp in Deutschland. Dennoch ein paar Highlights aus den letzten Reisewochen:
Von Jasper in Kanada haben wir uns wieder Richtung Süden aufgemacht. Nach einem Fahrtag besuchen wir Vancouver und schauen uns ein wenig in der Stadt um. Dann geht es aber auch schon weiter über Seattle zum "Mount Rainier Volcano N.P.". Leider gibt das Wetter den Gipfel dieses über 4.000m hohen Vulkans nicht frei. Dafür können wir Mitte Juni noch mal schön im Schnee wandern gehen!
Von dort "arbeiten" wir uns weiter Richtung Süden voran. Zunächst geht es an den Columbia River "The Gorge", wo wir uns davon überzeugen können, dass es nicht nur ein guter Windsurfspot, sondern es auch landschaftlich eine sehr reizvolle Gegend ist.
Dann geht's über Portland an die Küste Oregons, die uns mit Ihrer Wildheit beeindruckt. In Pistol River treffen wir einmal mehr Windsurfer, die sich von kaltem Wasser und eisigem Wind nicht abhalten lassen, die Wellen, die sehr schön sind, zu "shredden". Nach einem Traumtag holt uns der Küstennebel ein, der hier häufig auftritt, so dass wir südlich des "Redwood N.P." die Küste verlassen und uns wieder in Berge (diesmal die in Kalifrnien) aufmachen.
Am "Mount Lassen N.P." ist im Juni noch "Winter" und so müssen wir leider auf Grund ein wegen Schnee gesperrten Straße einen beträchtlichen Umweg in Kauf nehmen.
Über Reno geht es weiter an den Lake Tahoe. Wir schauen uns Squaw Valley an und machen eine wunderschöne Mountainbike-Tour oberhalb des Sees. Vom Südende des Sees fahren wir dann weiter mit dem großen Ziel "Yosemite N.P.". Vorher besuchen wir aber noch in die Gesterstadt "Bodie" eine ehemalige "Goldgräber-Metropole" und an den "Monolake", einen Salzwasser Kratersee, der mit bizarren Tuff-Formationen aufwarten kann.
Von dort ist es nur noch ein "Katzensprung" in den "Yosemite N.P." welchen wir von Osten über den mehr als 3.000 m hohen Tioga-Pass erreichen. Diese Passstrasse und die Ausblicke sind allein schon ein Erlebnis. Wir besteigen einen der zahlreichen Granit-Monolite und genießen die beeindruckende Landschaft. Tags drauf geht es dann in den populäreren und daher leider auch viel stärker besuchten Parkteil, in das "Yosemite-Valley". Das Tal der Wasserfälle!! Es verschlägt uns immer wieder die Sprache, so imposant sind die unzähligen Wasserfälle, die jetzt nach dem vielen Schnee das Winters natürlich besonders viel Wasser führen. Wir machen eine ausgesprochen tolle, aber nasse Wanderung zu "Vernal" und "Nevada Fall". Wir sehen den "Half Dome", stehen mit steifem Nacken vor der 1.000 m hohen Wand des "El Capitan" und können so viel schöne Natur kaum begreifen. Trotz der vielen Besucher ist dieser Park sicher eines der Highlights Amerikas.
Aber auch wegen der vielen Besucher haben wir nach 3 Tagen genug und machen uns doch noch auf den Weg in den "Kings Canyon N.P." und in den "Sequoia N.P.". Hier erleben wir einen weitaus weniger besuchten, aber dennoch wunderschönen Doppel-Park. Zum einen ein wilder Fluß, der sich einen tiefen Canyon gegraben hat. Zum anderen die größten Bäume der Welt, die Sequoias, die Durchmesser bis zu 10m und mehr und eine Höhe von über 80 m erreichen!
Von dort müssen wir uns dann schlussendlich aber doch wieder auf den Weg Richtung San Francisco machen, da wir dort unser Wohnmobil zurück geben müssen. Am 02. Juli ist der Rückflug. Vor diesem verbringen wir den Tag noch mit einem Bummel und einem Lunch in San Francisco's Chinatown. Und abends geht es dann zurück nach Deutschland.
Unser Fazit dieser 6 Wochen auf dem Festland:
Über 7.000 Meilen, das sind mehr als 11.000 km, haben wir zurückgelegt! Dabei haben wir das Fahren meist als wenig stressig empfunden. Die Entfernungen sind einfach größer, als wir es aus Europa gewöhnt sind. Dafür begegnet man beim Überlandfahren aber oft auch nur wenig anderen Pkws. Wir haben in der ganzen Zeit genau einen Verkehrsunfall, und das war Blechschaden, gesehen!
Wir haben Amerika als Camper als ein sehr angenehmes Reiseland kennengelernt. Die Parks sind sehr gut organisiert, die Ranger hilfbereit und immer freundlich. Campgrounds lassen sich fast immer auch ohne Reservierung finden. Und zur Not geht es auch mal eine Nacht auf dem Parkplatz vor einem Supermarkt!
Alles in allem, also eine absolut tolle Zeit mit so vielen Eindrücken, dass wir es manchmal selber nicht glauben konnten.
Jetzt geht es aber auch schon daran, die nächsten Etappen zu planen und letzte organisatorische Dinge zu erledigen. Am 23. Juli geht es dann nach Johannesburg und von dort nach einer Übernachtung weiter nach Windhoek. Dort wollen wir am 26. Juli den Camper übernehmen, mit dem wir dann einen Monat unterwegs sein wollen , durch das südliche Akrika bis nach Johannesburg. Wir werden, soweit möglich, auch hier wieder berichten.
Alex & Gerd

Dienstag, 15. Juni 2010

USA - Vom wilden Südwesten in den kühlen Norden

Es sind mal wieder ein paar Tage vergangen, in den wir wenig Internet, aber viele tolle Erlebnisse hatten. Hier mehr dazu.
Im Bryce Canyon machen wir einen Hike bei Traumwetter. Wir können uns an der Märchenlandschaft aus Stein nicht satt sehen und fotografieren. Dann geht es spät nachmittags noch weiter zum Zion Nationalpark. Wir übernachten auf einem schönen Campground direkt am Fluss. Samstag machen wir dann den "Angel's Landing" Hike bei großer Hitze. Erstmals geht es erst bergauf und dann bergab! Abends baden wir im Fluss und genießen die laue Luft. Sonntag ist dann ein Fahrtag, wir erreichen Salt Lake City am nachmittag und besichtigen den Mormonen-Temple-Square. Dann fahren wir auf die Antilope Insel im großen Salt Lake. Wieder tolle Anblicke, die sich in diesem Salzsee finden.
Am Montag morgen bekommt unser Camper den fälligen Ölwechsel und wir fahren weiter gen Norden, durch Utah, Idaho und nach Wyoming zum Grand Teton Nationalpark. War das Wetter auf der Fahrt eher mäßig, so reißt es abends auf und wir sehen die ersten Elche und Bisons. Nach kalter Nacht durchqueren wir den Park und sehen sogar eine Elchkuh mit Jungem. Dann geht es weiter zu einem weiteren Höhepunkt, dem Yellowstone Nationalpark. Wieder eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften und Naturspektakeln. Angefangen vom "Old Faithful Geysir" über den großen "Yellowstone Lake", rauschende Flüsse mit Wasserfällen und zuletzt Mammoth Hot Springs mit seinen heißen Quellen. Und auch jede Menge Tiere können wir beobachten, unter anderem Bisonherden mit Jungen und eine Braunbärenmutter mit drei Jungen. Nach zweieinhalb tollen Tagen im Park geht es weiter zum Glacier Nationalpark in Montana. Dort macht uns das Wetter einen leichten Strich durch die Rechnung, da der Logan Pass, den wir überqueren wollten, noch wegen Schnee gesperrt ist. Also fahren wir nach ein paar kurzen Abstechern ziemlich schnell weiter nach Kanada.
Über Calgary erreichen wir dann den Banff Nationalpark. Nach einem Relaxtag in Banff, machen wir eine Wanderung am Lake Louise und sind dann heute über den "Icefield Parkway" mit zahlreichen Gletscherblicken und Seen sowie dem Athabasca Gletscher und mit dem großen "Columbia Icefield". Ein weiteres Highlight heute nachmittag war dann eine Begegnung mit einer Bärenmutter mit zwei Jungen nur ca. 25m von der Straße entfernt, die sich durch uns nicht stören ließen.
Wir sind jetzt am nördlichsten Punkt unserer Amerika-Rundreise angelangt und wollen morgen Richtung Vancouver starten.
Alex & Gerd, 14. Juni 2010

Freitag, 4. Juni 2010

On The Road - Der wilde Südwesten der USA

Entgegen der Planung starten wir - aufgrund der Wettervorhersage (Schnee und Sturm!) - nicht Richtung Yosemite Nationalpark, sondern fahren direkt in Richtung Süden auf den Highway No. 1. Am ersten Abend kommen wir immerhin aus dem Großstadt-Dschungel raus bis Carmel, wo wir auf einem Supermarktparkplatz unsere erste Campernacht verbringen.
Von dort aus geht es den Highway hinunter immer am Pazifik entlang. Trotz des kühlen und bedeckten Wetters eine tolle Strecke. Eines der Highlights ist eine wirklich große und wild lebende Seelöwenkolonie. Wir übernachten zwischen St. Barbara und St. Monica. L.A. lassen wir am nächsten Tag links liegen und fahren Richtung Wüste.
Wir beschließen, den eher weniger bekannten "Joshua-Tree Nationalpark zu durchqueren, was sich als gute Idee erweist, da er erstaunliche Pflanzen, wie die seltene Joshua Tree und unzählige Yuccas beheimatet. Am Abend erreichen wir den "Ort" Amboy, der aus einem Salzsee und einer Tankstelle besteht, neben welcher wir nächtigen.
Donnerstag geht es dann nach einiger Fahrzeit zum Grand Canyon. WOW! Wir sind sprachlos! Es ist unglaublich, welch atemberaubende Schönheit und Größe er hat! Wir übernachten im Park und wandern Tags darauf am South Rim entlang. Da uns die Wanderung in den Canyon hinab bis zum Colorado zu lang erscheint, erwandern wir nur einen Teil in einer Halbtagestour, was schön genug ist und immer wieder tolle Ausblicke zulässt.
Vn diesem beeindruckenden Naturwunder fahren wir am Samstag noch weiter an den Lake Powell, dem aus dem Colorado aufgestauten See, und bleiben zwei Tage auf einem schönen Campingplatz. Wir besichtigen als erstes den "Antilope Canyon" auf Navajo Gebiet. Hier kann man wahrlich "surreale" Fotos machen. Einmal mehr unglaublich! Nachmittags machen wir eine Bootstour auf dem Lake und schauen noch am "Horseshoe-Bend" auf den Colorado River hinunter!
Montags fahren wir dann vormittags weiter zum Monument Valley, welches wir durchwandern. Unglaublich diese Felsriesen inmitten der Wüste. Später haben wir noch etwas Zeit und statten den "Natural Bridges Monument" noch einen Besuch ab. Wir übernachten in der Provinz in Blanding.
Von dort geht es Dienstag weiter nach Moab und zum "Arches" Nationalpark. Ein wahres weiteres Highlight, die Natursteinbögen, die der Wind geschaffen hat. Wir bleiben in Moab, da wir noch den Park "Canyonlands" besuchen wollen. Dieser bietet irre Ausblicke in die Tiefe.
Weiter geht es in 2 Etappen zum nächsten Highlight der Tour, zum Bryce Canyon, den wir von 3 Stunden erreicht haben. Morgen wollen wir hier den Canyon zu Fuß erwandern.
Wir sind nach 10 Tagen, die wir unterwegs sind, komplett begeistert, von dem, was die Natur hier bietet. Wir berichten hoffentlich bald, wie es weitergeht.
3. Juni 2010
Alex und Gerd

Montag, 24. Mai 2010

Vom hawai'ianischen Landleben in den Großstadtdschungel

Inzwischen ist ja doch schon wieder einige Zeit vergangen, ohne dass wir uns gemeldet haben. Es lag einfach daran, dass es auf Maui zuletzt einfach jeden Tag Wind hatte und wir beim Windsurfen waren. Zum Schluss waren uns sogar noch ein paar für uns surfbare Wellen in Ho'okipa vergönnt. Es war insgesamt eine sehr schöne und entspannte Zeit, die wir dort hatten, und wir freuen uns schon darauf wieder nach Maui zu kommen.
Am vergangenen Donnerstag sind wir dann aber doch, wie geplant, auf das Festland nach San Francisco zurück geflogen. Hier haben wir jetzt drei aufregende Tage verbracht. Wir haben zunächst die Stadt zu Fuß erkundet, uns vom "Coit-Tower" einen Überblick verschafft und sind dann über "Pier 39" und "Fisherman's Wharf" zum Abendessen nach Chinatown gelangt. Die obligatorische Fahrt mit der historischen "Cable Car Line" durfte natürlich auch nicht fehlen.
Gestern haben wir dann einen wunderbaren Tag mit der Familie meiner Schulfreundin Christiane im "Muir National Parc" und in Sausalito verbracht. Heute ging's mit dem Radl dann zum Abschluss von Fishermans Wharf über die "Golden Gate Bridge" und zurück.
Alles in allem ist San Francisco sicher eine tolle und aufregende Stadt in traumhafter Lage am Meer, die man unbedingt einmal gesehen haben sollte.
Morgen soll es für uns dann weiter gehen mit dem Camper in Richtung Yosemite National Parc. Wir werden hoffentlich bald wieder berichten können.
Alex & Gerd

Freitag, 14. Mai 2010

Nachdem die vergangenen 10 Tage ziemlich windig, aber leider mit einer Ausnahme auch eher "wellenlos" waren, gab es nicht viel zu berichten. Surfen mit den kleinsten Segeln, die wir haben, war an der Tagesordnung.
Am Montag haben wir dann, da es auch im Süden keine Wellen zum Wellenreiten gab und der Wind uns nicht locken konnte, einen Ausflug an die touristisch am meisten erschlossene und ausgesprochen schöne Westküste gemacht. Dabei haben wir einen sehr schönen kleinen Strand zum Schnorcheln gefunden. Unsere neu erstandene Unterwasserkamera hat diesmal durchgehalten. Die erste fiel dem Schildkrötenfoto beim ersten Schnorchelversuch zum Opfer...ärgerlich...
Am Dienstag haben wir dann, "Windmangel sei Dank" noch mal eine Tour gemacht. Diesmal ins "Upcountry", nach Kula am Hang des Haleakala und weiter um den Vulkan herum Richtung Süden. Es ist auch nach Jahren immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich diese Insel selbst auf kurzen Entfernungen ist. Vom tropischen Regenwald im Norden bis hin zu kargen Hängen im trockenen Süden.
Die nächsten Fotos folgen in Kürze noch vor unsrer Abreise nach San Francisco kommenden Donnerstag.

Alex & Gerd

Sonntag, 9. Mai 2010

Bilder aus Hawaii

En paar weitere Eindrücke aus Moloka'i und Maui finden sich bei den Bildern unten

Dienstag, 4. Mai 2010

Fast vier Wochen auf Maui

Inzwischen ist schon wieder einige Zeit vergangen auf Maui. Die letzten zwei Wochen war es durchgehend windig, mal mehr, mal weniger, aber immer ausreichend zum Windsurfen und es waren einige Tage mit schönen Wellen dabei. Und wenn der Wind doch mal etwas geschwächelt hat, sind wir an die Südküste Wellenreiten üben gefahren. Wenn wir hier auf der Insel Windsurfen oder sonstigen Wassersport machen, besteht der Rest des Tags meist aus Essen, Einkaufen und Relaxen. Also haben wir nicht so viel zu berichten.
Am vergangen Wochenende haben wir dann jedoch mal wieder einen Ausflug unternommen und sind per Schiff auf die Nachbarinsel Moloka'i gefahren. Diese ist noch sehr "untouristisch", was aber nicht heißt, dass man allerorten auf "Südseeromantik" trifft. Im Gegenteil, hier zeigt sich sich nicht das Hawaii, wie es sich dem normalen Touristen offenbart, dafür aber die Realität des 50. Bundesstaates der USA. Trotzdem kann man einige sehenswerte Ecken und tolle Ausblicke finden und alles in allem war es ein gelungener Ausflug von der "Urlaubsnormalität".
Jetzt bleiben uns noch gut zwei Wochen auf Maui, in denen wir hoffen noch ein paar mal die Traumkonstellation "Wind und Wellen sind perfekt" anzutreffen. Die Vorhersagen stimmen uns optimistisch, wir werden weiter berichten.

ALex & Gerd, 03.05.2010

Montag, 19. April 2010

Die ersten Tage auf Maui

Wir sind nun seit knapp zwei Wochen auf Maui, was ja ein Stück "zweite Heimat" für uns ist. Daher gibt es in unseren Augen auch noch nicht so viel zu berichten. Wie bei allen Windsurfern auch, bestimmen Wind und Wellen unseren Tagesablauf. Nach einigen Tagen mit eher durchwachsenen Bedingungen sieht es momentan und für die kommenden Tage recht viel versprechend aus. Für die Ansicht von Fotos gebt uns noch ein paar Tage Zeit, da wir momentan an der Technik noch basteln.
Alex & Gerd, 18.04.2010